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01.02.14

Crossmedia Publishing #1

Die publizistischen Möglichkeiten haben sich in den letzten Jahren vervielfacht. Neue Medien konkurrieren mit den etablierten um die Gunst der Leser. Die journalistische Unternehmenskommunikation über digitale Kanäle wie iPad-Apps oder E-Magazines ist en vogue. Etablierte Medien wie die gedruckte Kundenzeitschrift haben allerdings noch lange nicht ausgedient. Die meisten Unternehmen setzt weiter auf klassische Printprodukte als Fundament im Corporate Media.

Der Erfolg gibt ihnen Recht: Während Zeitungsverlage mit sinkenden Auflagen zu kämpfen haben, wächst die Corporate-Publishing-Branche jährlich zweistellig. Trotzdem: Die journalistische Unternehmenskommunikation muss sich dem veränderten Informationsverhalten der Konsumenten stellen. Heute sind bereits 72 Prozent der Deutschen regelmäßig online. Neue Geräte zur Internetnutzung stellen die Corporate Publisher vor neue Herausforderungen. Die Konsumenten nutzen heute mehr Medien als jemals zuvor: Magazine, Tablet-PCs, Internet, Handys, Social Webs – um nur einige zu nennen. Die Inhalte, die über diese Medien angeboten werden, entwickeln sich inflationär. Dieses Überangebot führt dazu, dass der Endverbraucher nur noch Botschaften wahrnimmt, die inhaltlich und medial mit seiner Erwartungshaltung übereinstimmen.

Unternehmen, die in diesem überreizten Markt erfolgreich kommunizieren wollen, müssen deshalb wissen, welche Inhalte noch „ankommen“ und in welcher Form diese erwartet werden. Entscheidend ist nicht zuletzt der richtige Medienmix, der die Bedürfnisse der unterschiedlichen Zielgruppen berücksichtigt. Maßgeschneiderte Kommunikation ist das Gebot der Stunde. „Integrierte Kommunikationskonzepte werden immer wichtiger“, findet auch Christoph Elbern, Geschäftsführer der Kasseler Agentur Insignio Corporate Publishing. Elbern rät seinen Kunden, medienübergreifend zu kommunizieren. Allerdings mit Augenmaß, denn „entscheidend ist die Zielgruppe des Kunden.“

Wer in seiner Medienplanung schlampt und bei der Wahl der Themen und Medien irrt, wird vom Adressaten mit der Höchststrafe bestraft: Ignoranz. Das kann den betroffenen Firmen teuer zustehen kommen. Immerhin beträgt das durchschnittliche Jahresbudget für Corporate Media 350.000 Euro.